Bevor man diesen Beitrag liest, sollte man wissen, dass ich einige Stellen mit einer anderen Farbe versehen habe. An diesen Stellen gibt es ein wenig Beef, wie wir gerne in Hamburg sagen. Diese Stellen kann man aussparen, wenn man möchte.
Heute hat Robert ja ein Statement zu dem Stand von Buzzriders abgegeben, ob das an meiner E-Mail lag oder nicht, die ich ihm geschrieben hatte, ist dabei auch völlig egal.
Warum hast du ihm geschrieben?
Ich habe ihm geschrieben, weil Dani Schenker von sprachen lernen im Web hier in diesem Beitrag zu Buzzriders etwas geschrieben hatte, was ich als sehr berechtigte Frage ansah.
Gerade er der immer über Webprojekte Berichtete und meiner Meinung nach auch eine Ahnung von dem ganzen Internet und Web 2.0 Zeug hat. Wie kann das passieren?
Tja und heute war dann auch ein Beitrag dazu auf dem Buzzriders Blog mit dem Titel Buzzriders ist tot… zu finden…. es folgt ein kleiner Auszug davon
Warum geht das nicht schneller?
Weil keine Samwers hinter uns stehen und uns peitschen, die investierte Kohle schnellstmöglich zu verzinsen. Und, ein jeder, der sich bisher bei Buzzriders eingebracht hat, ganz simpel arbeiten muss. Inklusive einer meiner, ich kann mich auch nicht voll reinhängen. Wer denkt, dass Buzzriders ein klassisches Schnell-Schnell-Startup ist, hat ein anderes Bild. Ich habe einen eigenen Weg gewählt, der alle Interessenten dazu einlädt, sich selbst einzubringen. Ich spiele dabei nur begrenzt den Papa Buzzriders-Chef. Meine Haltung ist, dass erwachsene Menschen in der Lage sind, sich selbst zu organisieren. Die beiden Punkte – non full time und lose Mitarbeit – alleine zeigen logischerweise auf, dass es länger dauert, ein Projekt auf die Beine zu stellen und zu realisieren, denn ein übliche Unternehmensgründung.
Warum erfährt man nix?
Ich schreibe dann was, wenn es was Neues gibt. Momentan gibt es nix Neues, da es zur Zeit nur und ausschließlich um die Alpha geht. Wer was erfahren wollte und will, konnte das an zahlreichen Stellen tun. Was eher zu beklagen ist, dass man nix Vorgekautes findet, das einem strukturiert die Möglichkeiten inkl. Mitmachmöglichkeiten und das Konzept von Buzzriders aufzeigt. Sorry, aber das kostet unnötige Zeit und stellt zugleich eine bewusste Hürde dar, sich wirklich einbringen zu wollen. In der Vergangenheitsform gesprochen. Die Konzeptionsphase war für rund 1 Jahr für alle offen, es gab genügend Informations- und Mitmachmöglichkeiten, nur eben nix Vorgekautes. Jetzt steht die Umsetzungsphase – on hold – an. Da braucht es nicht viele Köche. Das wird sich nach dem Release der Alpha wieder ändern.
Ich für mein Teil, finde den Beitrag ziemlich schwach! Das hat auch einen ganz simplen Grund. Der ganze Beitrag wirkt in seiner Gesamtheit sehr trotzig und hat diesen ich gegen die Welt Character, egal was passiert. Die typische Heldenstory also, die auch in jedem Film und Buch auf die eine oder andere Art gefunden werden kann.
Anstatt das als Chance zu sehen etwas zu verbessern und vor allem zu erfahren, was man verbessern könnte, packt man einfach die gute alte Geschichte von David gegen Goliath aus.
Das Projekt hat bisher nichts von dem gehalten, was es versprochen hat und wird dies in Zukunft auch nicht tun, was nicht heißt, das Buzzriders niemals an den Start gehen wird.
Was meinst du denn damit?
Das werde ich jetzt erklären. Buzzriders ist als ein offenes Projekt zum Mitmachen für jeden gestartet, weil es am Ende auch ein Projekt für jeden werden sollte. Heute ist es alles andere als offen, Buzzriders ist geschlossen und verschlossen.
Open Commitment Projekte leben auch davon, dass sich viele Menschen um viele kleine Teile eines großen Ganzen kümmern. Bei Buzzriders kümmern sich Einzelne um alles. Da hätte man einfach mal in den Open Source Bereich schauen können, wie es richtig geht.
Was sagt uns das? Erstens der Buzzriders Blog ist nicht die beste Stelle ist, um etwas Buzzriders zu erfahren, sondern andere „geheime Ortschaften“. Ich meine die tollen Ideen der die Azubis des Walther Eucken Berufskolleg in Düsseldorf sind wahrscheinlich nicht der Rede wert, oder das Agentur XYZ jetzt die CI macht etc blah blah. Alles unwichtig …
Zweitens, die offenen Phasen sind nur zu Rekrutierung von Arbeitsvieh gedacht. Das zeigt schon die jetzige Struktur auf, viele kleine Häuptlinge in den einzelnen Bereichen, die keine Zeit haben, weil das ach so harte Leben ihnen alle Zeit der Welt raubt, damit sie 24 Std. am Tag arbeiten und die restliche spärliche Zeit natürlich zu Recht mit Familie und Freunden verbringen wollen.
Da ist mir gerade eine klitzekleine Träne die Wange runtergelaufen, aber vielleicht sollten sich alle einmal Fragen ob sie die richtige Entscheidung getroffen haben, weil das ist, einfach kein Argument, wenn man von Anfang an so auf die Pauke haut.
Um mal auf den Punkt zu kommen. Buzzriders war ein Projekt, welches wirklich gute Voraussetzungen hatte, viele Möglichkeiten auszuschöpfen und Ressourcen anzuzapfen und hat sich dann in 0815 unwichtig Projekt verwandelt, weil es schlichtweg nichts von dem versprochenen gehalten hat und auch alles andere als innovative Wege beschreitet.
Das wird sich in Zukunft auch nicht ändern, weil dazu müsste sich Robert Basic mal wirklich selber auf neue Pfade begeben, anstatt immer nur bei anderen zu schauen und darüber zu berichten und zu verbessern.
Fazit: Viel versprochen und nichts gehalten – FAIL
LG Daniel
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wenn man das liest, könnte man meinen, dass dieser Robert den Leuten das neue Google versprochen hat. Ach, nee, das bin ja ich :)) Hat das so gebuzzt, dass man das hätte meinen können? Was habe ich geboten und versprochen? Ich habe den Leuten ein Projekt versprochen, an dem sie mitwirken können und genau das ist dann auch passiert, mal besser mal schlechter. Und angesichts der Vielzahl an Menschen (+150), die mitgewirkt haben, den zahlreichen Talks und Stunden, der Ergebnissen, lese ich hier von einem scheinbar ganz anderen Vorhaben. Nur weil es in Deinen Augen nicht so ist, muss ich Deiner Sichtweise nicht folgen, da ich schlichtweg nicht weiß, was Du vor Augen hast.
Hi Robert,
erstmal möchte ich dir danken, dass du die Zeit nimmst, hier zu antworten.
Was ich vor Augen habe, kann ich dir kurz erklären.
Natürlich hast du den Leuten kein neues Google versprochen, aber wir dürften uns doch darüber einig sein, dass du gerade in der Anfangsphase sehr viele Menschen erreicht hast.
Ich stelle hier auch die Behauptung auf, dass es durchaus eine größere Anzahl von aktiven Webnutzern gibt, die dich in bestimmten Bereichen als Fachmann mit Kompetenz ansehen.
Dass du dir dieses Kleid vielleicht nicht selber angezogen hast, ist dabei völlig egal; weil es genügend Menschen gibt, die das als Wahrheit annehmen.
Kommen wir jetzt zu geboten und versprochen. Also zu dem, was man wahrgenommen hat, was dieses Projekt ausmachen soll – also dem versprochenen.
Es wurde ein transparentes und offenes Projekt für jeden zum Mitmachen versprochen.
Du sagst jetzt: „Hey, wozu die Aufregung, habe ich doch alles geliefert… mehr als 150 aktive Teilnahmen in irgendeiner Form gab es doch und dazu noch unzählige Stunden an Talks!!“
Natürlich hast du eine menge Leute zum Mitmachen bewegt, aber das macht Buzzriders lange noch nicht offen und transparent.
Ich denke das Problem liegt aber genau in deiner Person und der Art, wie du Buzzriders präsentiert hast. Viele Leute haben da gleich an Open Source oder Commitment gedacht und natürlich hast du diese Erwartungen auch geschürt alleine schon dadurch, dass du dich als Theoretiker und Befürworter für offene und transparente Kommunikation darstellst. Dann der Faktor, dass du vermeidest, bestimmte Punkte einfach mal in Stein zu meißeln, tut dann sein Übriges.
Open Source und Open Commitment Projekte bauen auf bestimmte Grundlagen auf und die fehlen hier einfach alle ausnahmslos.
Würde man Buzzriders danach bewerten, würde Buzzriders aus jeder Bewertung mit 0 Punkten rausgehen und das bedeutet nun einmal „closed“ und nicht „open“
Genau deswegen behaupte ich, dass buzzriders einfach verfehlt hat, was es angekündigt hat unabhängig davon, wie viele Talks es schon gab und Menschen, die sich eingebracht haben.
Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass Buzzriders am Start durch seine Offenheit extrem sexy war und jetzt extrem abtörnt, weil es einfach eine Mogelpackung ist.
LG Daniel
Hallo Daniel,
deinem Artikel kann ich nur zustimmen. Bis gestern hatte ich ja nicht mehr geglaubt, beim Buzzriders- Blog überhaupt noch ein Lebenszeichen eines der Projektbeteiligten zu vernehmen. Umso schöner, dass sich gleich der Erfinder des Ganzen mal wieder zu Wort meldet.
Ich kenne als Außenstehender den tatsächlichen aktuellen Stand des Projektes nicht, denn will man sich mit Hilfe der Buzzriders- Seiten, sprich im Wiki oder im Forum, mal einen Überblick verschaffen funktioniert das ja nicht, weil die Seiten dazu von Anfang an nichts hergegeben haben.
Müsste ich das dadurch tun, indem ich nur Roberts aktuellen Textbeitrag im Blog interpretiere und vielleicht auch versuche, ein wenig zwischen den Zeilen zu lesen, dann würde ich dazu sagen, das Ganze klingt sehr nach dem Beginn eines geordneten Rückzugs…
Richtig überzeugt haben mich Roberts Argumente an keiner Stelle. Besonders über einen Abschnitt bin ich gestolpert:
“Ich schreibe dann was, wenn es was Neues gibt. Momentan gibt es nix Neues, da es zur Zeit nur und ausschließlich um die Alpha geht.”
Den Satz muss man dann aber wirklich zweimal lesen.
Hatte Robert nicht von Anfang an, ich kann die Interviews oder Kommentare dazu gar nicht alle zählen, immer gesagt, es käme nur darauf an, viel und beständig “Buzz”, also PR zu machen und dafür etliche Kritik z. B. beim Verkauf seines Twitter- Accounts eingesteckt?
Seit fast zwei Jahren (und nicht etwa “momentan”) steckt dieses Projekt in der Alphaphase resp. ihrem Vorlauf fest.
Beständigen “Buzz” und Projektfortschritt stelle ich mir dann aber etwas anders vor.
Sarkastisch könnte man sagen, da es seit dieser Zeit nichts wirklich Neues gibt, hat Robert ja recht, was soll man auch schreiben…
Wäre ich allerdings Firmengründer im weiten Bereich der Neuen Medien, leistete mir noch dazu einen PR- Berater und der beschreibt mir seine Öffentlichkeitsarbeit für mein Unternehmen in der Aufbauphase mit den oben zitierten Sätzen, hätte sich dieser Mitarbeiter am nächsten Tag nach einer neuen Stelle umsehen dürfen.
Nun denn, genug gemeckert, trotz meiner anhaltenden Skepsis wünsche ich dem Projekt und allen Beteiligten einen guten Start und viel Erfolg.
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Suche ich doch heute nach meinem Lieblingsprojekt im Internet und finde … nichts. Herr Basic hat in seinem Blog alle Artikel von 2010 bzgl. Buzzriders gelöscht. Die Seiten sind bei Sedo bzw nicht erreichbar. Genau das, was Herr Basic allen anderen “Bösen” im Netz vorgeworfen hat, exerziert er nun selber durch.