Treffend dargestellt.
Ein Punkt noch:
Die buzzriders Idee wird von oben aufgestülpt. Aus dem Nichts was Neues als die neue Kultur des Lokalen im Internet zu definieren, anstatt zu schauen was gibt es denn schon. Hallo?
Die Analyse und die Historie bestehender Lösungen lassen außerdem auch andere Erfolgsfaktoren erkennen. Wenn Robert im Norden Osten Süden nur mal anfragen würde, würde das Wissen auch rüberwachsen.
Langjährige Betreiber themengleicher Lösungen in Jena / in Pfaffenhofen / im Odenwald wundern sich derzeit über das Gedöhns.
Robert hat also *keine* der bestehenden Lokallösungen als Best-Practise in seine Community oder buzzcamps konzeptionell integrieren können.
Ignoranz oder Absicht?
Im Ernst: Die bestehenden Lösungsmacher wurden nicht angefragt. Neben denen zu stehen und sich evtl. sagen lassen zu müssen, das klappte bei uns jedenfalls nicht so wie du das aus dem hohlen Bauch fantasierst, lieber Robert, das kann ganz schön ernüchternd sein.
Kommentar von:blogkoloss
Hallo Peter,
wären die Lösungsmacher denn bereit ihr Wissen einfach so auszutauschen, oder ist der Austausch an Bedingungen geknüpft. Hast du Kontakte zu den Machern bestehender Lösungen?
das bisherige Procedere über das persönliche Zusammenkommen (Buzzcamps, 1 in Bad Homburg und 1 in Essen) bedingt ganz klar, dass man nicht Tag für Tag voranschreitet, sondern von Monat zu Monat. Diese beiden Buzzcamps haben mich als Organistor des Projekts jeweils einen Riesenschritt nach vorne gebracht, um zu erkennen, was sich die Beteiligten wünschen bzw. unter Buzzriders vorstellen, wie sie wohl mitmachen können, dass es definitiv einen Bedarf an einer übergreifenden Lokallösung gibt und nicht an Einzelstückwerken. Und vor allen Dingen es in einem offenen Umfeld tatsächlich gelingen kann, etwas auf die Beine zu stellen, was Erfolg verspricht.
Es bedingt ebenso, dass die nächste Stufe als eine der Ergebnisse nunmehr sowohl eine organisatorische Anlaufstelle im Netz nach sich zieht (was nicht unbedingt so klar ist, wie man sich das zunächst vorstellt, man kann tatsächlich auch einen rein physischen Weg wählen), da das Interesse überraschen groß ist, und es bedingt eine logischerweise zentrale Dokustelle. Und drittens hat es sich gezeigt, dass die Mitmacher der Buzzcamps gerne etwas Griffiges sehen möchten, was ich aus den Gesprächen und Diskussionen abgeleitet habe und präsentieren kann. Um daran praktisch die ersten drei Module zu präsentieren als Konzept und sich an die Umsetzung und an das Testing des Orgamodells zu machen.
Das, was Peter bezeichnet, mag lokal für eine Einzelseite mit rein lokalster Ausrichtung richtig sein, sehe ich aber sehr unterschiedlich, was eine übergreifende Seite angeht, die komplett anders anzugehen und aufzubauen ist.
Also, Gemach, ich sehe keinen Anlass zur Hast, die Tasks sind klar, die nächsten Schritte werden publiziert (die Woche ist deadline) und dann sehe ich wieder weiter, Stück für Stück.
ein ergänzender Punkt: Das Kommentarfeld verschluckt Returns. Check mal;)
Aber der eigentl. egänzende Punkt ist;) Es geht nicht darum, dass ich das alles manage, sondern die richtigen Leute finde, zusammenbringe und die jeweils auf ihrem Gebiet das managen, was man gemeinsam in den Teams auf den Weg bringt. Ich werde nicht alle Fäden in der Hand halten, sondern zusammenführen. Es ist ein verteiltes Projekt, nicht eins, was ich eng führe. Das wird sich am Anfang weniger bemerkbar machen, solange sich die Teams nicht gefunden und eingespielt haben, später aber mehr und mehr.
Kommentar von:blogkoloss
Robert, das mit den Deadlines ist so eine Sache bei dir, ob die jetzt gesetzt sind oder in Hamburg platzt eine Tube Senf, das macht in der Regel kein Unterschied und da geht es dann auch schon los.
Die Open Source Gemeinde hat ja schon in unzähligen Projekten bewiesen, dass es besser ist, die gesamte Entwicklung öffentlich abzuwickeln, was ja auch dein bestreben ist. Es haben sich über die Jahre auch bestimmte Herangehensweisen herauskristallisiert die sehr erfolgreich sind und eine davon ist eben die absolute Zugänglichkeit aller Informationen in fertiger und unfertiger Form für die aktuelle und nächste Version.
Das ist für offene Projekte mit einer großen Anzahl von Mitwirkenden auch enorm wichtig, weil mit steigender Anzahl von Gruppenmitgliedern sich auch die Dynamik der gesamten Gruppe ändert. Die Handlungsgeschwindigkeit, Anforderungen, etc. und letztendlich auch die Ziele der Einzelnen in der Gruppe. Das führt dann zu dem gewünschten Effekt das sich autarke Gruppen bilden um das Gesamtprojekt zu erweitern und verbessern. Der Einfluss der Impulsgeber bleibt dabei aber beständig.
Das bedingt aber eine Struktur und Struktur bedeutet noch lange nicht, dass man das Projekt damit einengt. Ich verstehe halt nicht so ganz warum man hier erfolgreiche Wege nicht gehen möchte oder kann, obwohl diese absolut übertragbar wären.
Du bist da, die Leute sind da, das Wissen ist da und alle wollen in die selbe Richtung gehen, also warum geht man nicht den Weg den andere schon für einen geebnet haben um schneller an den Punkt zu kommen an dem man bauen will.
Genauso sehe ich das auch mit den von Peter angeführten Argumenten, du sagst vielleicht das sich eure Projekte unterscheiden. Jedoch sehe ich, dass diese Projekte Wissen bereit stellen könnten für eine kleinere Ebene von Buzzriders die du auch abdecken möchtest. Der Zugang zu dem Wissen kann doch nur förderlich sein, ob man es letztendlich so nutzt oder anwendet ist eine andere Sache.
Das ist jetzt alles wieder ein wenig lang geworden, aber ich mach das hier auch um anzuregen und vor allem möchte ich eine solide Grundbasis anregen, die momentan einfach fehlt.
ich glaube, wir reden vom gleichen Topic, wo Du es wie ich siehst, was einen bestimmten Zeitpunkt X angeht. Dahinzukommen, bedurfte einiger Meetings, Buzzcamps und Gespräche, wie ich es angehen kann.
zB : Open Source Projekte sind klassischerweise so aufgebaut: Jemand baut ein Werkzeug und interessiert damit andere für das Werkzeug. Das ist konkret, Menschen können sich daran gut abarbeiten. Was aber, wenn Du kein Werkzeug zum Greifen baust? Ich baue kein Werkzeug, sondern eine Vorstellung, eine Idee, die sehr weich ist, daraus ergeben sich dann erst Werkzeuge. Und ich beziehe nicht nur ITler ein, sondern andere Experten aus anderen Bereichen, die in Open Source Projekte noch nie mitgearbeitet haben, damit das "set" nicht kennen. Das bedingt ein anderes Vorgehensmodell. Der "Rest" ist dann das, was Du als klassische Struktur bezeichnest. Oder verstehe ich das falsch, was Du meintest?
was das Thema Wissensaustausch mit Lokalseitenbetreibern -Peter bezieht sich rein auf Lokaljournalismus-Ansätze, was Buzzriders nicht ist, nicht nur- angeht: Niemand von denen weiß, wie man eine bundesweite Seite baut, die flächendeckend ist. Auf der Ebene fand schon einiger Austausch statt.
Allen ist zu eigen, dass sie es "irgendwie" anders machen, keine aber so genau weiß, wie man es allgemeingültig und umfassend für alle Locations aufzieht, abseits der Informationsversorgung denkt, angefangen von einer Hausadresse über die Straße bis hin zu einer Stadtabdeckung, wenn man von "echtem Lokaljournalismus" spricht, wie ich ihn verstehe, ein p2p Infonetz von Bürger zu Bürger und (!) darüber hinaus den Dingen, die das lokale Leben digital abbilden, was eben nicht nur Infopresse ist, sondern weitaus mehr. Niemand von denen denkt in diesen Kategorien. Keiner berücksichtigt Social Networking Elemente, 6 Degrees Ansätze, Streams, das Abbilden einfachster Gespräche, Filtermöglichkeiten die ich lokales Zooming nenne, viele imitieren Lokaljournalismus der klassischen Presse mit langatmigen Artikeln usw usf.
Wissensaustausch ist wichtig, habe ich immer betrieben, werde ich weiterhalten, nur werde ich die Dinge weiter denken. Und ja, auch darüber schreiben, teilen, aber dann in der Phase, die jetzt kommt, am lebenden Objekt.
Kommentar von:blogkoloss
Ich hoffe doch das wir über das gleiche Thema reden ;). Die klassische Struktur steht nicht am Ende sondern bildet die zentrale Basis für alles und beinhaltet auch alle nötigen Werkzeuge.
Es ist auch völlig egal ob eine Person jemals in einer offenen Struktur gearbeitet hat oder nicht, weil die Werkzeuge, die innerhalb dieser Struktur zu Verfügung gestellt werden leicht zugänglich und in anderer Form auch in jedem Unternehmen zum Einsatz kommen, meist in abgespeckter Form von Excel-Tabellen in der Arbeitsstunden organisiert werden etc.. Das Prinzip dieser Werkzeuge ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit jedem bekannt. Das Eintragen von Problemlösungen und Firmenwissen in Wikis dürfte für viele Arbeitnehmer Heute sogar ein Muss sein und so etwas wie ein Meeting oder Brainstorming hat so ziemlich auch jeder schon einmal abgehalten.
Um das jetzt ein wenig genauer zu erklären. Open Source Projekte wie die Apache Foundation, Mozilla, JBoss etc. sind viel mehr als die Summe einzelner Werkzeuge, bei denen man Listenartig Punkte abarbeitet. Die Struktur in diesen Projekten muss extrem gut funktionieren und organisiert sein, weil eben diese Gruppendynamik von der ich oben sprach auseinander bzw. zusammenbricht. Dabei ist es auch egal ob es ITler, Köche oder Hausfrauen sind, wenn die Dynamik der Gruppe ausgebremst wird, zerfällt diese.
Diese Dynamik bedarf aber einer bestimmten Basis, die Zentral an einem Ort für alle zugänglich ist. Daher wäre z.B die Zusammenfassung von allem was Buzzriders betrifft an einem einzigen Ort schon ein richtiger Schritt, in die richtige Richtung. Dort stellst du alle Werkzeuge zu Verfügung wie Wikis, Buzzcamp Anmeldungen, Source Code, Gedanken, Ideen, Scribbles, etc.
So verteilt sich das Projekt zu 100% auf alle verfügbaren Mitglieder und führt auch schneller zu den Punkten die du dir wünscht, dass sich z.B Fach-Teams bilden. Diese wiederrum lassen ihr wissen stetig zurück fließen und so können dann auch schneller Probleme gelöst werden, weil Dritte alles einsehen können und vielleicht genau das Fachwissen haben welches gebraucht wird.
Zudem hast du ein sehr klares Ziel definiert, dass dieses Ziel von jedem unterschiedlich wahrgenommen wird ist eine andere Geschichte. Die Vorstellung von einem gemeinsamen Ziel in einer Gruppe weichen oft sogar sehr erheblich voneinander ab, was aber nicht bedeutet, dass Teile des Weges identisch sind.
Die Werkzeuge müssen einfach vorhanden sein, damit sich eine Gruppe entfalten kann. Ich bin mir ziemlich sicher das sich mit dieser Basis auch wieder mehr Zeit für deine Familie findet und vor allem für die Dinge, die wichtig sind, dass du sie tust und du nicht deine Zeit mit Sachen verbringst, die vielleicht jemand anders schneller und besser erledigen kann.
Ich denke du versuchst das Pferd von hinten aufzuzäumen.
Heute komme ich echt nicht auf den Punkt ;)
Kommentar von:blogkoloss
"Allen ist zu eigen, dass sie es "irgendwie" anders machen"
Sonst wärs ja auch doof ;)
ich glaube, wir reden vom Gleichen:) Also? Stimme mit Dir überein. Und wie gehts weiter? So wie es wir beide verstehen.
Kommentar von:blogkoloss
Also mein Vorschlag wäre, erst einmal die einfachste Basis zu schaffen und alles was Buzzriders betrifft an einem Ort zu bündeln, z.B. unter team.buzzriders.com oder einer vergleichbaren URL. Die Adresse sollte dann auch als einzige URL für die Entwicklung, Events, etc. von Buzzriders kommuniziert werden.
Der Einstieg in das Projekt sollte wirklich so einfach wie möglich sein und daher sollte unter der Adresse mit einer Anmeldung/Registrierung das direkte mitarbeiten möglich sein. Information und Stand der Dinge ist für jeden abrufbar auch ohne eine Anmeldung.
Es müssen nicht einmal alle Werkzeuge sofort zu Verfügung stehen. Ich denke das ein Wiki, Forum, eine upload Möglichkeit für Dokumente (und vielleicht ein Tracking) durchaus erst einmal reichen wird.
Dort müsste dann alles was bisher zu Buzzriders erfasst und erarbeitet wurde frei zu zugänglich sein und natürlich vorher aufbereitet werden.
Das Aufbereiten könnte durch die Gemeinschaft geschehen, am besten von Teilnehmern des 2ten Buzzcamps. Ich denke das einfachste wäre, wenn du die gesammelten Werke einfach als Download zu Verfügung stellst, vielleicht schon grob geordnet und aufgeteilt.
LG Daniel
(Nachstehender Kommentar hätte schon vor einigen Tagen hier erscheinen sollen, aber die Kammentar-Funktion hat leider gestreikt. Jetzt aber:)
Ich verfolge die Buzzriders-Entwicklung als am Thema "Lokaljournalismus" aufgrund eigener Erfahrungen interessierte Beobachterin von außen - und hab' schon bald enttäuscht bemerkt, dass es eben NICHT so "open-source-mäßig" abgeht. Wenige verteilte Infos hier und da, keine virtuelle "Andockmöglichkeit", um irgendwo seinen Senf dazu zu geben, keine echte Doku des Fortschritts, der anstehenden Themen etc.
Weiter hab' ich auch meine Zweifel, dass eine von oben aufgesetzte vorgeformte Struktur tatsächlich mehr als punktuell von den "Lokalen" angenommen wird. Denn alle, die BEZÜGLICH IHRES UMFELDS in der Sache interessiert sind, machen ja schon irgendwo was: Kiezportale, Blogs, Themen-Seiten, Stadtteilkataloge, Anzeigenmärkte etc.
Ob die wirklich Lust haben, dann eines Tages in vorgeformten Buzzriders-Modulen ihr lokales Engagement neu zu erfinden und Arbeit einzubringen, ohne in die Gestaltung der Umgebung, der Möglichkeiten und der Bedingungen einbezogen zu sein - tja, da hab' ich so meine Zweifel...
Hi Claudia,
Inwieweit da jetzt etwas passiert ist, kann ich nicht beurteilen aber ich werde dein Kommentar als Anlass nehmen, da mal wieder vorbei zu schauen. Ich selbst wollte auch das eine oder andere zu Buzzriders beisteuern. Warum ich es letztendlich gelassen habe, werde ich dann auch gleich erläutern.
LG Daniel