Bloggen als Team oder das Betreiben von mehr als einem Blog, ist immer eine Herausforderung mit der einen oder anderen Hürde, die es zu bewältigen gilt. Wer mehr als einen Blog betreibt oder einen Teamblog bzw. Multi-Autoren-Blog eröffnen möchte sollte einige Dinge beachten und vielleicht auch überdenken.
Natürlich stellt sich auch erst einmal die Frage, ob es sich lohnt und Sinn macht einen zweiten Blog zu eröffnen. Im Grunde spricht natürlich nie etwas dagegen aber trotzdem lohnt es sich, wenn man einmal ordentlich darüber nachdenkt.
Wenn man sich dafür entschieden hat, einen zweiten Blog zu eröffnen – entweder im Team oder alleine, dann sollte man sich die folgenden Punkte klar machen und sich darauf vorbereiten.
Zeit
Ein zweiter Blog, egal ob man diesen im Team oder alleine betreibt, braucht Zeit, meistens mehr als der bereits bestehende Blog und auch hier gelten dieselben Regeln fürs Scheitern. Nur weil man bei dem ersten Blog bereits Leser besitzt, heißt dies nicht, dass diese auch auf den neuen Blog folgen.
Somit kann es passieren, dass man hier durchaus die gleiche Zeit für den Aufbau braucht, wie bei dem Ersten. Natürlich wäre dies in einem Teamblog einfacher zu realisieren, weil man sich den Trafficaufbau und das Schreiben von Artikeln aufteilen kann.
Was aber nicht bedeutet, dass es dadurch weniger zeitintensiv wird.
Qualität
Man sollte sich die Frage stellen, ob man auf dem neuen Blog eine ähnlich hohe Qualität wie bei dem Ersten erzeugen kann. In einem Teamblog ist, dass eine weitaus wichtigere Frage, als wenn man den Blog alleine betreibt. Ein Blog alleine zu betreiben, ist weitaus einfacher als im Team. Hier hat man den Stil und die Qualität der Artikel komplett in der Hand und weiß, worauf man sich einlässt.
Ein Teamblog ist da schon schwieriger zu betreiben. In der Regel haben nicht alle Autoren den gleichen Stil sich auszudrücken und auch eine unterschiedliche Reputation. Oft sind die Erfahrungen und das Wissen nicht auf demselben Stand, was sich natürlich auch auf die Artikelqualität auswirkt.
Branding
Das Blog-Branding ist neben der Artikelplanung das größte Problem. Oft ist es so, dass sich die Leute versuchen direkt mit ihrem Blog in Verbindung zu bringen – sprich, der Betreiber versucht sich mit seinem Blog als ein Experte und Fachmann für das Thema X zu platzieren.
Wenn jetzt ein zweiter Blog dazu kommt, welcher thematisch sehr weit entfernt ist, dann kann es schwierig sein, sich da durchzusetzen, zumindest für bestehende Leser des ersten Blogs. Wenn das Netzwerk zwei drei Blogs nicht überschreitet, ist das in der Regel noch glaubwürdig. Wenn es aber eine gewisse Anzahl von Blogs überschreitet, dann hat man mit dieser Strategie ein Problem.
In einem Multi-Atorenblog sieht das Ganze noch einmal anders aus. Hier stellt sich die Frage des Brandings auf einer ganz anderen Ebene. Durch die schwankende Qualität kann es sehr schwierig werden ein Blog richtig, zu positionieren. Im schlimmsten Fall sieht es sogar so aus, dass nur einer oder zwei Autoren von diesem Blog akzeptiert werden und Aufwind erhalten, in dem die Leser den Autoren auf ihre eigenen Blogs folgen.
Planung
Bei dem Betrieb von mehr als einem Blog ist es absolut ratsam ein Publishing-Plan zu erstellen um die eigene Zeit besser einzuteilen und auch die Chance zu haben die Blogs am laufen zu halten. Man sollte auch darauf achten, das Marketing der Blogs gemeinsam zu planen, um das Optimum aus den Maßnahmen herauszuholen.
Hier besteht auch die Möglichkeit die Artikel der unterschiedlichen Blogs aufeinander abzustimmen, um die Chancen zu erhöhen, den Traffic unter den Blogs zirkulieren zu lassen (sofern es passt).
Bei einem Teamblog ist es sogar unabdingbar, die Veröffentlichungen über längere Zeiträume zu planen. Nicht jeder Autor hat das gleiche Pensum und auch nicht die gleiche Zeit zu Verfügung.
Zudem muss man die unterschiedliche Qualität der Beiträge ausgleichen.
Die Planung hilft auch den Fokus für das ganze Autorenteam sicherzustellen und den Blog richtig zu positionieren und darauf zu achten, dass sich alle in die gleiche Richtung bewegen. Es hilft auch allen Beteiligten frühzeitig zu erkennen, ob es für einen selbst machbar ist und ob man sich in diese Richtung bewegen möchte.
Die Planung der Artikel hilft auch die interne Struktur des Blogs zu optimieren, weil so jeder Autor über alle Artikel bescheid weiß und interne Verlinkungen reibungsloser ablaufen.
Kapital
Zuerst stellt sich natürlich die Frage, ob Kapital vorhanden ist oder nicht. Einen zweiten Blog aufzuziehen ist wesentlicher einfacher, wenn Geld vorhanden ist.
Geld ist für viele Menschen ein ziemlich hoher Motivationsfaktor und kann natürlich für den Kauf von Artikeln oder die Bezahlung von Autoren genutzt werden.
Mit ein wenig Kapital kann man auch eine bestimmte Qualität garantieren, die man so unter Umständen in einem Teamblog nicht sicherstellen kann. Die Investition in Autoren oder Artikel kann auch über die Startphase des zweiten Blogs hinweg helfen, wenn man selbst nicht genug Zeit hat.
Was gilt es noch, zu beachten?
Wer mehr als drei Blogs oder Webseiten betreiben möchte, der muss sich klar machen, dass dies nicht in auf Teilzeit läuft. Selbst wenn alles komplett an Dritte übergeben wird und man selbst nur Kapitalgeber ist, so hat man immer noch genüg mit der Sicherung der Qualität und dem Anlernen und Trainieren seiner Leute zu tun.
Der Aufwand für das Betreiben eines Blognetzwerks ist weitaus aufwendiger als man denkt. Die anfallende Arbeit steigt überproportional zu der Anzahl von Blogs an, die man am Laufen hat. Deshalb sollte der erste Schritt für ein gut laufendes Netzwerk, die Versilberung der Inhalte sein, um weitere Manpower einstellen zu können.
Wer einen Blog in einer anderen Sprache für Bürger aus einer anderen Weltregion eröffnet, der sollte sich auf jeden Fall über die rechtlichen Vorschriften für Advertising und Endorsements(Testemonials) in der jeweiligen Region informieren.
Als Betreiber aus Deutschland kann man durchaus rechtlich belangt werden von Bürgern und Institutionen aus anderen Ländern. Das gilt natürlich auch für ausländische Betreiber, die sich an Bürger aus Deutschland richten.
Einen zweiten Blog als Team oder alleine zu betreiben bringt am Anfang sehr viel Planung mit sich aber letztendlich lohnt sich diese Planung später für einen als Betreiber und Blogger.
Euer @BlogKoloss
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Hey Danke Daniel für den tollen Artikel,
so wie ich das sehe habe ich schon ein kleines Blognetzwerk. Ich mache einfach das bestmögliche daraus und vielleicht kann ich mich vielleicht nach dem Studium ganz aufs Bloggen konzentrieren, da haben meine vier Blogs jetzt noch 3 Jahre Zeit sich zu entwickeln!
LG Nathanael
Hi Nathanael
Ja 4 Blogs kann man schon so nennen und einer davon wird sich auf jeden Fall lohnen.
LG Daniel
Hey Daniel,
Jetzt hast Du mich neugierig gemacht, welchen von den 4en meinst Du? :-)
LG Nathanael
Hey Nathanael
Der Biotechstuff Blog ist deine größte Chance
LG Daniel
Dieser Artikel ist echt interessant. Wer gerne eigene Blogs betreibt dem sei es auf jeden Fall gegönnt auch mehrere zu eröffnen. Ich finde man sollte aber lieber ein paar wenige Blogs betreiben um die man sich wirklich intensiv kümmert als ständig neue kleine Blogs zu eröffnen in denen dann bald keine neuen Artikel mehr veröffentlicht werden. Außerdem ist auch noch zu beachten das es mit dem Artikel schreiben und Kommentare überarbeiten noch lange nicht getan ist. Jeder Blog benötigt auch noch viel Werbung.
Hallo Stefan
Also als Hobbyblogger würde ich sagen, dass mehr als 3 Blogs alleine im Betrieb schon für viele ein großes Problem darstellen, jedoch wenn Geld ins Spiel kommt, dann gibt es nach oben keine Grenzen, weil man sich die Schreiber dann einkauft und schult. Da verhält es sich dann wie in jedem anderen Geschäftsbereich auch.
Die Werbung für ein Blog wird in meinen Augen zu sehr aufgebauscht. Es ist durchaus möglich in breit aufgestellten Bereichen, mit geringem Einsatz von Verlinkungen gute Plätze in den Suchmaschinen zu erzielen. Da mangelt es vielen einfach an Durchhaltevermögen.
LG Daniel