Du hast im ersten Teil der Serie – „Der richtige Name für dein Projekt“ – hast gesehen, wie 99% der Leute ihre Namen aussuchen und nach welchen Kriterien.
Du hast auch gesehen, dass diese Technik nicht nur extrem einschränkend ist, sondern auch sehr langwierig sein kann. Die Namen, die dabei rumkommen, sind auch nicht immer die besten.
Natürlich möchtest du jetzt wissen, wie es richtig geht und vor allem möchtest du eine Technik, die Ergebnisse liefert.
Okay das Wichtigste für einen guten Namen ist Rhythmus und Klang! Stimmt Rhythmus und Klang nicht, dann wird der Name, egal wie kurz er ist, einfach vergessen.
Diese Regel ist wichtiger als alles andere. Ein perfektes Beispiel für schlechten Rhythmus und Klang im deutschsprachigen Raum ist das Anhängen von der Zahl 24 and das Ende.
Rhythmus und Klang müssen nicht perfekt sein, aber je besser das alles zusammen spielt, desto eher werden sich deine Leser an deinen Namen erinnern.
Wie finden wir jetzt einen guten Namen? Alle super Namen sind doch schon vergeben!! Falsch!!!
Die besten Namen sind noch nicht mal ansatzweise vergeben. Du musst dich freimachen von der ganzen SEO-Geschichte und diesen Schlagwortdomains, alle diese Domains sind nur für die Suchmaschinen optimiert, aber nicht für die Menschen, die deine Seite benutzen und lesen sollen.
Ich verrate dir jetzt eine Technik, die immer zieht und dir noch vor dem Start deiner Internetseite genügend Ideen abliefert, die du als Inhalte verwenden kannst.
Schauen wir uns das anhand von einem Beispiel an:
Jenny möchte „Social Media Manager“ werden und hat sich daher entschlossen eine Internetseite für Bloganfänger zu starten, damit sie schon einmal in diesem Bereich üben kann.
Was ihr noch fehlt, ist ein Name. Der Name sollte nett und ansprechend sein, aber gleichzeitig auch die Thematik auf lustige weise widerspiegeln.
Was macht Jenny jetzt?!
Als Erstes stellt sie sich ein paar wichtige Fragen, die ihr helfen zu verstehen, was für Menschen überhaupt ihren Blog lesen werden und ihre Hilfe in Anspruch nehmen.
Ursache – Symptom:
- Was muss geschehen, damit die Leute nach Jennys Blog suchen und ihre Informationen / Produkte / Dienstleistungen in Anspruch nehmen wollen?
- Welche Erfahrungen haben sie gemacht?
Ziel – Ergebnis:
- Was wollen diese Menschen erreichen?
- Welche Erfahrungen wollen sie in Zukunft vermeiden?
- Welche Probleme wollen sie schnell und unkompliziert gelöst haben.
Ich werde das jetzt hier vereinfacht darstellen. Wie gut deine Ergebnisse werden, hängt von der Intensität ab, die du bereit bist aufzubringen.
Als Erstes schaut Jenny nach der Ursache.
Ihre zukünftigen Nutzer werden Bloganfänger und Fortgeschrittene sein. Alle diese Nutzer haben gemeinsam, dass sie gerade erst beginnen oder noch nicht so lange dabei sind. Den Nutzern fehlt die praktische Erfahrung und sie haben Probleme, die sie nicht lösen können.
Viele Probleme sind so groß, dass der Spaß am Bloggen gänzlich verloren geht, weil sie sich mehr mit der Suche nach einer Lösung beschäftigen, als mit dem schreiben auf ihrem Blog. Alle bereits im Netz gefunden Lösungsansätze haben nicht bei ihnen gefruchtet und sie nur noch mehr frustriert.
Die Nutzer haben regelmäßige Probleme mit denen Sie gegen die Wand fahren und einfach nicht weiter kommen.
Dann überlegt Jenny sich das Ergebnis, welches gewünscht ist:
Ihre Nutzer suchen einen Ort an dem sie immer einfache und schnelle Hilfe finden. Sie suchen eine Lösung, die sie verstehen und natürlich wollen sie nett und freundlich behandelt werden, weil sie schon genug Frust erlebt haben.
Sie wollen ihren Blog nach vorne bringen und sich nicht mit „Code“ oder “Plug-ins“ beschäftigen, sondern Kontakte knüpfen und ein bisschen Ruhm und Anerkennung ernten mit ihrem Wissen.
Die Nutzer wollen Sicherheit darüber haben, immer eine Lösung zu erhalten, egal was gerade los ist.
Was kommt dabei jetzt rum?
Bei der Beschreibung der Ursache hat Jenny im letzten Teil eine Idee bekommen. Die Aussage, etwas gegen die Wand zu fahren benutzt sie selber öfters und hat sie auch schon bei anderen gehört. Jenny sieht auch, dass es hauptsächlich darum geht, Probleme zu vermeiden.
Daher denkt sie darüber nach, wie es denn bei Crashtests für Autos ist. Dort wird ein Dummy zum Testen verwendet, damit später keine Menschen zu schaden kommen. Dann denkt sie noch nach, dass es ja auch riesig wäre, wenn sie ein spezielles „Template“ entwickelt, welches die gängigen Probleme schon gelöst hat. Quasi ein BlogDummy …. Und damit hat Sie auch gleich ihren Namen gefunden.
Als nächstes könnte Jenny noch versuchen den Namen noch weiter zu verändern um Klang und Rhythmus zu verbessern. (z. B. DummiesLog, BlogDummies etc….)
Das ist natürlich alles sehr einfach gehalten, aber das ist klar oder? Es ist wirklich auch nur ein Auszug des Persona/Avatar/Customer Shaping
Bei Fragen weißt du ja, wo DU mich findest. Daniel – @BlogKoloss
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