Macht die Pay Wall oder ein Abonnement-Modell für einen Blog Sinn

Geld, Geld, Geld. Es geht mal wieder ums Geld verdienen im Internet, es geht um die Pay Wall für einen Blog oder doch nur um ein aktiv gepflegtes E-Book? Vielleicht geht es auch einfach nur um gut zusammengestellte Informationen angereichert mit explizitem Fachwissen.

Wer weiß schon, was Robert Basic mit seiner Blog Pay Wall vorhat, aber das ist für meinen Artikel auch nicht wirklich relevant. Wichtig ist nur, dass mal einer sagt, was Sache ist, weil die Kommentare zu seinem Beitrag strotzen nur so von Geschwafel und Ahnungslosigkeit.

Dieses Geschäftsmodell existierte schon lange vor dem Internet, wie übrigens jede andere Form der Versilberung auch.

Die Pay Wall oder das Abonnement-Modell sind wirklich alte Hüte, die jedoch im Netz besser laufen als in den Tagen vor dem Internet. Informationen einen Wert zuzuordnen und diese dann an potenzielle „Zielgruppen“ zu verkaufen macht im Übrigen jede Person, die im Netz Information zu Verfügung stellt.

Blödsinn?

Sicher?

Hier mal zwei Beispiele für die zwei größten Lager unter den Bloggern.

Anerkennung

Niemand trägt Informationen zusammen und bereitet sie in lesbarerer Form im Internet auf, nur um sie für sich selbst zu schreiben. Dafür braucht es keinen Blog. Man möchte die Informationen teilen, vielleicht helfen oder zum Nachdenken anregen. Man möchte sich austauschen und mit dem eigenen Wissen glänzen, das ist die Realität.

Warum? Weil Menschen nicht helfen, um zu helfen, sondern um etwas Gutes zu tun und das in erster Linie für sich selbst. Wer hat schon spaß daran einen Blog zu betreiben, auf dem keiner liest? Richtig, niemand. Das wäre ja auch das Dümmste, womit man seine kostbare Lebenszeit totschlagen kann.

Hältst du für Schwachsinn?

Dann beobachte mal, wie viele Menschen sich am liebsten selber Reden hören und meinen das ihre Meinung und/oder ihr Wissen, das Gelbe vom Ei ist. Vielleicht tut es auch ein Blick in den Spiegel.

Das schließt alle Menschen ausnahmslos ein, inklusive der ganzen Leute die natürlich ganz selbstlos alles Machen aber trotzdem über all ihren Senf dazugeben müssen.

Geld

Wie schon erwähnt, bereitet niemand Informationen einfach so zum Spaß auf, auch wenn es Spaß bringt, gibt es immer einen Grund auf einer tieferen Ebene (Geld und/oder Anerkennung sind Ergebnisse davon).

Wie man als Blogger oder Webseitenbetreiber sein Geld mit den Informationen verdient, kommt natürlich immer auf den Inhalt an. Nicht jeder Blog kann seine Informationen hinter einer Pay Wall wirklich gewinnbringend verstecken. Allerdings lässt sich jede Form von Inhalten soweit aufbereiten, dass man sie letzten Endes hinter einer Pay Wall gewinnbringend verstecken könnte.

Abos und Pay Walls finden sich in allen Bereichen unseres Lebens.

Es ist völlig egal, in welche Bereiche wir in unserem Leben schauen, es gibt ohne Ende Abo-Modelle und Pay Walls die uns umgeben. Man bekommt heute nichts geschenkt, entweder bezahlt man direkt mit Geld oder mit seinen persönlichen Daten, das war damals im Übrigen auch nicht anders als heute.

Warum funktionieren Abo-Modelle und Pay Walls

Weil Menschen stark daran interessiert sind in möglichst kurzer Zeit, das beste Wissen, von den besten auffindbaren Leuten zu erwerben. Es geht nicht um die Informationen an sich, sondern darum, wie diese aufbereitet sind, damit diese optimal aufgenommen werden können.

Es geht in erster Linie um Bequemlichkeit bei den meisten Abo-Modellen im Low-Price Segment und im High-Price Bereich um gut aufbereitetes und angereichertes Wissen mit Training.

Aber, aber ich hab da mal gehört, dass Pay Walls im Netz nicht laufen, weil man alles frei finden kann.

Viel Spaß beim Suchen! Das ist völliger Schwachsinn. Alles was über das allgemeine Fast Food an Tagesgeschehen hinausgeht und nicht nur an der Oberfläche kratzen soll, findest du mit Sicherheit nicht kostenlos im Netz. Da findet man eher die Infos in der Bibliothek, als im Internet.

Glaubst du nicht?

Bei mir kann sich jeder melden, der meint er findet alles kostenlos im Netz. Ich geb ihm dann einen einzigen Suchauftrag und nach einem Monat posten wir dann mal die Ergebnisse.

Ein Abo-Modell oder eine “Pay Wall” macht durchaus Sinn für einen Blog.

Ein Abo-Modell für einen Blog einzurichten oder einen Teil der Beiträge hinter einer Pay Wall zu verstecken, kann also durchaus Sinn machen, sofern das richtige Publikum angesprochen wird. Meistens haben die Betreiber aber ein ganz anderes Bild von ihrem Publikum, als es der Realität entspricht und deswegen geht das auch in der Regel schief.

Das hat aber nichts mit dem Geschäftsmodell zu tun, sondern einfach nur mit der Unfähigkeit der Betreiber.

Euer @BlogKoloss

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